Hallo Welt, das Seminar beginnt

Neue Krise, altes Motto: „Wir schaffen das!“ heißt es jetzt wieder, gemeint ist diesmal die Online-Lehre. Das ist für die Studierenden eine ganz schöne Umstellung und für die Dozierenden genauso. Statt im Büro sitze ich plötzlich zu Hause vor meinem hübsch ausgearbeiteten Semester-Plan und denke: Und jetzt? Bereits im März prasseln FAQs, Infos, Angebote und gute Ratschläge aus der Uni und von den Kolleg*innen auf mich ein, doch so weit bin ich noch gar nicht. Denn es braucht ein neues Konzept, gerade wenn es mit Vorlesungsaufzeichnungen nicht getan ist, sondern es um praktische Übungen, Gruppenarbeiten etc. geht.

Als dann der Punkt kommt, an dem ich denke, „ja, ich schaffe das“, kann ich mich endlich den vielen Tools widmen, die flugs aus der Erde gestampft wurden und die Online-Lehre umsetzbar machen. Und obwohl man um Ostern herum nicht wegfahren konnte, war es gut, den Urlaub nicht völlig abzusagen – die paar freien Tage waren Gold wert, um den Kopf ein wenig frei zu kriegen.

Die Bilanz nach der ersten Woche: Studierende 1, Dozentin 0. Alle haben sich ohne Probleme im Online-Kursraum angemeldet und das einzige, was nicht funktioniert hat, lag natürlich an mir. Aargh. Naja, man lernt dazu. Zum Glück gibt es zur Lösung des Problems auch hier ein FAQ. Da stand ich wohl nicht als einzige auf dem Schlauch.

Zusatz-Fazit: Lehrbeauftragte sind meine neuen Alltagshelden! Sie sind noch weiter weg von der Uni als ich derzeit und schlagen sich trotzdem wacker durch mit den Infos, die wir ihnen geben können. Ganz großer Respekt.

Diese Woche ist es feiertagsbedingt etwas ruhiger. Mal sehen, was noch kommt. So ganz ohne Präsenz fühlt es sich bisher nach Lehre im leeren Raum an. Es heißt, wir sollen viel mit den Studierenden kommunizieren. Hat sich eigentlich jemand darüber Gedanken gemacht, dass auch Dozierende ganz viel Ansprache brauchen…?

Zum Schluss ein paar Empfehlungen und Tipps. An anderen Hochschulen startete das Semester bereits vor dem 20. April, die waren also früh dran mit dem Online-Betrieb. Die DHBW Karlsruhe hat dazu ein kleines feines Podcast-Projekt „Studium im Shutdown“ gestartet. Das hat mir einen ersten Eindruck gegeben, wie es den Leuten auf der anderen Seite des Bildschirms (aka Studierenden) so geht. Tipps fürs Home-Office gibt es bei der Informatik am KIT und das Hochschulforum Digitalisierung rät zum bedachten Einstieg in die Hochschullehre während Corona. Vieles davon kann ich unterschreiben, nach Hilfe fragen und nicht zuviel wollen ist ganz wichtig.

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