Eine Runde durch die Bibliotheken

Die Karlsruher Bibliotheken sind wieder geöffnet! Für mich als Doktorandin eine sehr gute Nachricht. Ich stecke zwar nicht mehr tief in der Literaturrecherche, trotzdem ich stoße immer wieder auf Bücher, die ich für meine Diss verwenden will. Deswegen war ich froh, dass die Bibliotheken ihre Dienste wieder anbieten, natürlich nur eingeschränkt und unter Auflagen. Man sammelt ganz neue Erfahrungen, sage ich euch. So sah meine „Tour de Bib“ aus:

1. KIT-Bibliothek

In der Zentrale der KIT-Bibliothek kann man Bücher online anfordern, dann werden sie bereitgelegt zum Abholen. Super, dachte ich, und habe gleich was über Fernleihe bestellt. Leider habe ich erfahren, dass das vorerst nicht möglich ist. Klar, der Service zwischen den Bibliotheken läuft noch nicht wieder wie gewohnt. In drei bis vier Wochen kann man es wieder versuchen. Die Fachbibliotheken scheinen leider auch nicht erreichbar zu sein. Wer wie ich aus den Geisteswissenschaften kommt, ist oft darauf angewiesen, seine Bücher über Fernleihe oder aus allen möglichen Ecken des Campus zu organisieren. Zur Not fragt man in der Forschungscommunity rum, ob jemand aushelfen kann. Das habe ich jetzt gemacht, vielleicht klappt es auf diesem Weg

2. Badische Landesbibliothek

Anfang April habe ich eine automatische Mail von der BLB bekommen, ich solle doch bitte „persönlich“ vorbeikommen, um meinen Ausweis zu verlängern. Sehr lustig, wenn die Bibliothek geschlossen hat. Dann hieß es, man kommt rein – natürlich nur mit gültigem Ausweis. Aha. Netterweise haben sie mich trotzdem reingelassen, Ausweis verlängert, alles gut. Das Regale-Labyrinth im Offenen Magazin ist für mich so verwirrend wie immer. Wobei man in Corona-Zeiten extra aufpasst, sich zwischen den Reihen nicht in die Quere zu kommen.

3. Stadtbibliothek

Hier gehe ich für meinen privaten „Lesenachschub“ hin. Oder für DVDs, denn ich bin ein Dinosaurier und habe keinen einzigen Streamingdienst abonniert. Wie Leute sowas haben können und trotzdem ihre Diss fertig bekommen, ist mir schleierhaft. In der Stadtbibliothek ist alles gut organisiert, es wurde einiges umgeräumt, deswegen findet man sich nicht gleich zurecht. Das geht der Mitarbeiterin ähnlich, die ihren Kollegen fragen muss, wo denn nun die Sachbuch-Bestseller hingewandert sind. Merke: Die Zeiten, in denen jeder in der Bibliothek leise sprechen musste, sind definitiv vorbei. Wenn man sich durch Maske und Plexiglasscheibe verständigen muss, geht das nur im normalen bis lauten Ton. Ist aber nicht tragisch, es sind ja derzeit ohnehin weniger Leute im Gebäude als sonst.

Auf alle Fälle bin ich froh, dieses Stück Normalität wieder zu haben. Wusstet ihr eigentlich, dass ihr den KIT-Ausweis nicht nur bei der BLB sondern auch bei der Stadtbibliothek registrieren lassen könnt? Dann braucht man nur eine Karte für alle drei Bibliotheken inklusive Teilbibliotheken. Unbedingt zu empfehlen, ich bin großer Fan dieser Regelung.

Wer wie ich gerne Sachbücher liest, für den oder die habe ich zum Schluss ein paar Blog-Tipps: Petra Wiemann von „Elementares Lesen“ schreibt ausschließlich Sachbuch-Rezensionen, „Baking Science Traveller“ empfiehlt monatlich sowohl Sachbücher als auch andere Literatur, ebenso wie Florian Freistetter ins seinem Blog „Astrodicticum Simplex“.

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